<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jens Ebers Blog</title>
	<atom:link href="http://www.jens-eber.de/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jens-eber.de</link>
	<description>Der Blick über die Schreibtischkante</description>
	<lastBuildDate>Fri, 13 Aug 2010 18:17:10 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Rutschgefahr durch Kellergeister</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=436</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=436#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 18:17:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gaga]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=436</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Cannibal Corpse &#8211; Bloodthirst
Dieser August ist irgendwie &#8211; zu feucht. Nicht nur dass die Tomatenstauden im Garten still ersaufen und die eigene Blässe schon wieder auf Dezember-Niveau ist. Auch den Tieren und Tierlein im Garten scheint es in der Nässe nicht mehr zu behagen. Kürzlich tauchte eine erste Schnecke im Keller auf (was natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Cannibal Corpse &#8211; Bloodthirst</em></p>
<p>Dieser August ist irgendwie &#8211; zu feucht. Nicht nur dass die Tomatenstauden im Garten still ersaufen und die eigene Blässe schon wieder auf Dezember-Niveau ist. Auch den Tieren und Tierlein im Garten scheint es in der Nässe nicht mehr zu behagen. Kürzlich tauchte eine erste Schnecke im Keller auf (was natürlich auch kein Gutes Licht auf die Schließfähigkeit der Kellertür wirft). Dann schneckte noch eine über den Glattstrich.</p>
<p>Heute Morgen waren es dann drei. Denen scheint es draußen schlicht zu nass zu sein. Keine Ahnung, wie viele das noch werden. Können Schnecken im Regen ertrinken? Ich weiß es nicht, aber ich gehe im Dunkeln jetzt nicht mehr barfuß in den Keller.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=436</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mach&#8217;s wie Maus</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=425</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=425#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 19:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was mit Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=425</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Queensryche &#8211; Empire
Ich hege eine Leidenschaft: Ich bin gerne pünktlich. Und pünktlich heißt nicht, dass ich +/- 5 Minuten eintreffe. Pünktlich heißt eben: auf den Punkt. Ich habe es darin schon zu einer gewissen Meisterschaft gebracht, bei Leuten, mit denen ich verabredet bin, exakt zum Glockenläuten zu klingeln (auf dem Land geht so was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Queensryche &#8211; Empire</em></p>
<p>Ich hege eine Leidenschaft: Ich bin gerne pünktlich. Und pünktlich heißt nicht, dass ich +/- 5 Minuten eintreffe. Pünktlich heißt eben: auf den Punkt. Ich habe es darin schon zu einer gewissen Meisterschaft gebracht, bei Leuten, mit denen ich verabredet bin, exakt zum Glockenläuten zu klingeln (auf dem Land geht so was noch&#8230;). Es ist das schiere Vergnügen, auch wenn ich manchmal noch einen winzigen Umweg fahren muss, um nicht drei Minuten zu früh da zu sein.</p>
<p>Zugleich kann ich es aber auch nicht leiden, wenn jemand zu spät kommt. Ein paar Minuten sind ja in Ordnung, das &#8220;akademische Viertel&#8221; empfinde ich aber als persönliche Attacke.<span id="more-425"></span></p>
<p>Vor ein paar Jahren hatte ich ein Erlebnis, das mir als Pünktlichkeitsfanatiker natürlich Herzklopfen bescherte. Ich hatte in Ulm ein Interview mit Manfred Maus zu führen, dem Gründer der Baumarktkette Obi, der dort vor Mitgliedern der IHK einen Vortrag halten sollte. Im Gespräch hatte der sehr freundliche Herr betont, wie wichtig ihm Pünktlichkeit sei, und dass er es als Rücksichtslosigkeit empfinde, jemanden warten zu lassen.</p>
<p>Maus allerdings ließ seinen Worten Taten folgen: Um 19 Uhr sollte sein Vortrag beginnen. Kurz vor Sieben begann der Saal sich zu füllen. Wie üblich in IHK-Kreisen war die Besucherschar überwiegend männlich und hatte sich viel zu erzählen. Gemächlich schlenderte man zu den Plätzen, das Sektglas noch in der Hand. Um 19 Uhr standen noch einige der Gäste im Vorraum und plauschten, Maus jedoch signalisierte dem örtlichen IHK-Vertreter, es sei Zeit zu beginnen. Dieser Mann, sichtlich in der Zwickmühle, wies vorsichtig auf die noch ausstehenden Gäste. Maus aber blieb beharrlich, und plötzlich eilten verdutzte Unternehmer wie ertappte Schulbuben auf ihre Sitze. Wenige Minuten nach Sieben konnte Maus seinen Vortrag beginnen.</p>
<p>Er sprach übrigens über &#8220;Werte in der Wirtschaft&#8221;. Dazu gehöre auch Pünktlichkeit, und wer die nicht vorlebe, so Maus, müsse damit rechnen, dass sein gesamtes Unternehmen verlottere.</p>
<p>Ohne ein Wort des persönlichen Tadels hatte Maus die von ihm so empfundene Rücksichtslosigkeit gerügt und war zugleich nicht von seiner Linie abgewichen &#8211; nicht einmal um der Höflichkeit willen.</p>
<p>Keine Frage, dass er meine Sympathie an diesem Abend hatte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=425</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schöne Wörter (1)</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=427</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=427#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 19:34:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Eber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundbüro]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=427</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Blackfield &#8211; II
Kennt ihr das? Ihr hört nach langer Zeit mal wieder irgendein Wort &#8211; und dieses Wort spült eine meterhohe Welle an Erinnerungen an den von Alltagsmüll übersäten Strand eures Hirns (Gedankenstütze: diesen Satz beim Steinmetz in Auftrag geben&#8230;).
So ging es mir heute morgen. Aus einem ganz bestimmten Grunde (den ich nicht erzählen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Blackfield &#8211; II</em></p>
<p>Kennt ihr das? Ihr hört nach langer Zeit mal wieder irgendein Wort &#8211; und dieses Wort spült eine meterhohe Welle an Erinnerungen an den von Alltagsmüll übersäten Strand eures Hirns (Gedankenstütze: diesen Satz beim Steinmetz in Auftrag geben&#8230;).</p>
<p>So ging es mir heute morgen. Aus einem ganz bestimmten Grunde (den ich nicht erzählen werde, denn was geht euch die Organisation unseres Haushalts an) wurde meine Gedanken auf eine Tafel gelenkt. Und plötzlich war das Wort da, 20 Jahren vergessen und mit einem Mal präsent: <strong>TAFELDIENST</strong>.</p>
<p>Bamm! Da war ich wieder 16, langhaarig, angepisst und so missgelaunt, dass mich selbst wohlmeinende Lehrer nicht mehr ansprachen. Tafeldienst. Gibt es das heute noch? Gibt es noch Tafeln, oder wird das irgendwie alles gebeamt? Wie auch immer: Es war der Scheiß in Reinform. Nach jeder Stunde all den Kram wieder wegwischen, der zuvor 45 oder 90 Minuten keine Sau interessiert hatte. Und danach stanken die Finger nach dieser Mischung aus aufgeweichter Kreide und dem muffigen, niemals trocknenden Lappen. Manche Mitschüler schafften es, die Scheibe streifenfrei sauber zu bekommen, das gelang mir schon mangels Interesse nie.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass mir das Wort Tafeldienst in den letzten 20 Jahren mal durch den Kopf gegangen ist. So wichtig war das Ganze im Nachhinein dann doch nicht. Aber schon die Tatsache, mit einer verschmierten Tafel einen Lehrer nerven zu können, war damals irgendwie wichtig. Wie sich die Zeiten ändern: Heute kann <em>ich</em> mich über Kleinscheiß aufregen. Welchen? Das werde ich euch doch nicht verraten. <img src='http://www.jens-eber.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=427</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kleines bisschen Horrorshow</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=417</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=417#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 07:55:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Eber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was mit Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=417</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Sinead O&#8217;Connor &#8211; Theology
Woran merkt man zuverlässig, dass Sommerloch ist? Wenn wieder in allen &#8220;großen&#8221; Zeitungen über Wacken berichtet wird. Kurz die Fakten: Wacken ist zugleich ein Dörflein in Schleswig-Holstein und das größte Heavy-Metal-Festival Deutschlands. Angeblich 65.000 Menschen drängelten sich an diesem Wochenende dort, wo sonst Schwarzbunte grasen. Iron Maiden waren Headliner.
Das ganze Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Sinead O&#8217;Connor &#8211; Theology</em></p>
<p>Woran merkt man zuverlässig, dass Sommerloch ist? Wenn wieder in allen &#8220;großen&#8221; Zeitungen über Wacken berichtet wird. Kurz die Fakten: Wacken ist zugleich ein Dörflein in Schleswig-Holstein und das größte Heavy-Metal-Festival Deutschlands. Angeblich 65.000 Menschen drängelten sich an diesem Wochenende dort, wo sonst Schwarzbunte grasen. Iron Maiden waren Headliner.</p>
<p>Das ganze Jahr über ist Heavy Metal natürlich kein Thema für Spiegel, FAZ und all die anderen. Wacken aber verspricht dem Bildungsbürger, der in der Strickweste im Lesesessel sitzt, ein wenig gruseligen Schauer und die Chance, sich von den grölenden Horden abzugrenzen. Klischee? Aber ja! Um nichts anderes geht es hier offensichtlich.<span id="more-417"></span></p>
<p>Zum Beispiel die FAZ (online): Hübsch lesbar geschrieben, teils sogar mit ein wenig Anerkennung für instrumentale Leistungen. Der Autor bemüht sich aber auch redlich, sich von den verstaubten, vermatschten Barbaren zu distanzieren. Nicht anders bei Spiegel Online: Dort scheint am bedeutendsten, dass beim Wet-T-Shirt-Contest zwar alle Teilnehmerinnen drall, aber nicht volljährig gewesen seien. Das hindert aber nicht daran, genau dazu eine genüssliche Bildergalerie zu fahren. Klicks sind wichtig, scheiß auf Objekitivität&#8230; Ob es dem Spiegel auch um Musik geht? Keine Ahnung, wenn, dann erst später&#8230;</p>
<p>Klar ist auch, dass Wacken mittlerweile ein Event für Leute ist, die auch das Oktoberfest gut finden. Die Musik steht längst nicht mehr für alle Besucher im Vordergrund, sondern nicht zuletzt der Mist, der zu jedem Volksfest gehört. Komisch nur, dass Berichte übers Oktoberfest oder das vermainstreamte Rock am Ring nicht halb so hämisch ausfallen.</p>
<p>Unbeantwortet bleibt bei der Lektüre auch die Frage, was an den Besuchern von Wacken so viel lächerlicher sein soll, als beispielsweise an den Gästen einer Opernaufführung, wo wohl mancher auch nur des Pausengetränks wegen die Arien erträgt. Und selbst wenn Metaller das Lächerlichste der Welt sein sollten &#8211; wo ist da die Nachricht? Ist Spott außerhalb von Glossen bereits Journalismus?</p>
<p>Der Metal-Szene sollte das alles letztlich wurscht sein. Der Wacken-Trend wird irgendwann genauso vorüber sein wie das aktuelle Sommerloch. Dann kann man sich um drägendere Probleme kümmern als Reporter, die lust- und ahnungslos über den Acker latschen (oder noch schlimmer: sich anhand von Agenturbildern ihre Meinung zimmern). Welche? Bei den Festivals spielen seit 25 Jahren die selben Headliner, die mittlerweile an der gesetzlichen Rentengrenze kratzen. Nachwuchs? Der hat kaum Chancen, denn Metal ist eben auch konservativ. Dazu später mal mehr&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=417</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Paranoia des Tages (2)</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=413</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=413#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 14:51:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gaga]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=413</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Katatonia &#8211; Tonight&#8217;s Decision
Es ist Zeit für ein Geständnis: Ich bin Steuerzahler.
Ich leiste mir keinen Berater, der mich arm rechnen könnte, und mein Vermögen heimlich ins Ausland umzusiedeln, würde kaum die Fahrt mit dem maßvoll gefüllten Geldkoffer lohnen.
Ich finde es ja eigentlich auch nicht so schlimm, Steuern zu zahlen. Davon werden schließlich so tolle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Katatonia &#8211; Tonight&#8217;s Decision</em></p>
<p>Es ist Zeit für ein Geständnis: Ich bin Steuerzahler.</p>
<p>Ich leiste mir keinen Berater, der mich arm rechnen könnte, und mein Vermögen heimlich ins Ausland umzusiedeln, würde kaum die Fahrt mit dem maßvoll gefüllten Geldkoffer lohnen.</p>
<p>Ich finde es ja eigentlich auch nicht so schlimm, Steuern zu zahlen. Davon werden schließlich so tolle Dinge bezahlt wie Bundeswehreinsätze, Bundeskanzlerinnen und Außenministerauslandsreisen.</p>
<p>Also tippe ich regelmäßig brav viele Zahlen in eine Software, die mir hinterher sagt, wieviel Steuern ich zu zahlen habe. Das Programm sagt, dieses Jahr sei es eine ganze Menge, was an sich ja erfreulich ist. Das habe ich so auch längst dem Finanzamt gemeldet, das sich in den letzten Jahren meist grausam zuverlässig an die von mir ausgelösten Berechnungen hielt.</p>
<p>Aber: es herrscht Funkstille. Seit zehn Wochen weder Lebenszeichen noch Steuerbescheid. Die Paranoia erkennt darin natürlich Methode: Man vermutet hinter meiner naiven Ehrlichkeit verbrecherische Verschlagenheit. Sicher fährt längst auf jeder dienstlichen Strecke ein Steuerfahnder hinter mir, der die Fahrtstrecken nachmisst. Sicher werden meine Mails gescannt, ob ich irgendwo mal gut versteckte Millionen erwähne. Sicher sitzt am Nebentisch im Restaurant einer, der sich kaum vorstellen mag, dass mit dieser Schreiberei auch noch ein Nachtisch zu verdienen ist. Sorgen über Sorgen. Ich will jetzt meinen Steuerbescheid.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=413</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Roller vermisst?</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=406</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=406#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 18:19:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Eber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundbüro]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=406</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Turbostaat &#8211; Das Island Manøver
Es läuft ja meistens so: Wer erzählt, dass er in Giengen wohnt, erntet mit schief gelegtem Kopf geäußertes Mitleid. &#8220;Ach, herrje&#8221;, geht das dann, &#8220;und wie isses mit der Kriminalität?&#8221;
Giengen steht nämlich aus irgendwelchen statistischen Gründen im Ruf, in Sachen Kriminalität den düstersten Ecken von New York, London, Berlin oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Turbostaat &#8211; Das Island Manøver</em></p>
<p>Es läuft ja meistens so: Wer erzählt, dass er in Giengen wohnt, erntet mit schief gelegtem Kopf geäußertes Mitleid. &#8220;Ach, herrje&#8221;, geht das dann, &#8220;und wie isses mit der Kriminalität?&#8221;</p>
<p>Giengen steht nämlich aus irgendwelchen statistischen Gründen im Ruf, in Sachen Kriminalität den düstersten Ecken von New York, London, Berlin oder Husum in nichts nachzustehen. Hier regiere  das Gesetz der Straße und des schnellsten Fingers am Abzug.</p>
<p>Tatsächlich sieht die Realität grausam aus. Binnen gut drei Jahren hatten wir einiges zu erdulden:</p>
<p>-ein lautstarker Ehekrach (aushäusig)</p>
<p>-ein in Sichtweite abgelegtes, gestohlenes Kfz-Kennzeichen (zwei Polizistinnen bargen diese Beute eines schäbigen Diebes)</p>
<p>-ein entwas entfernterer Nachbar wurde wegen dummen Suffbetragens abgeräumt (zu Recht, das war wirklich nicht witzig)</p>
<p>Nicht gestohlen wurde dagegen der Inhalt meines Autos, das ich regelmäßig vergesse abzuschließen.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-408" title="Roller" src="http://www.jens-eber.de/wp-content/uploads/2010/08/Roller-300x200.jpg" alt="Roller" width="300" height="200" /></p>
<p>Und nun das: Der beste Beweis dafür, dass Giengen eben nicht die Bronx ist, steht seit mittlerweile einer Woche vor den Toren der Stadt auf der Zufahrt zu einem Wanderparkplatz: ein Peugeot-Roller mit geräumigem Koffer und verschlissener Sitzbank. Er stand vergangenen Mittwoch bei Regen dort, am Wochenende dann bei Sonne, und nur eine Spinne scheint sich um ihn zu kümmern &#8211; sie hat zwischen Lenker und Vorderrad ein Netz gesponnen. Ein freundlicher Polizist meinte, das Ding wäre ihm auch schon aufgefallen.</p>
<p>Seither steht der Roller schon wieder zwei Tage länger. Und niemand klaut ihn. Vielleicht liegt das daran, dass er für einen fußläufigen Rollerdieb zu weit draußen steht. Vielleicht wurde er auch bereits geklaut und dort abgestellt (dann sollte irgendwo ein trauriger Ex-Rollerfahrer sein, der das Gefährt vermisst, Kennzeichen gibt&#8217;s auf Anfrage). Auf jeden Fall ist der Roller ein drolliger Beweis dafür, dass die Kriminalität hier irgendwie nicht so schlimm sein kann. Sollte der Besitzer freilich gemeuchelt im Graben liegen, nehme ich den letzten Satz zurück.</p>
<p><em>Edit (6. August): Nu isser weg. Alle Spekulationen sind damit wohl verraucht&#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=406</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MC Klappspaten</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=400</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=400#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 20:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Eber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundbüro]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=400</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Blackfield &#8211; II
Neulich im Deutschunterricht in einer Kreisgemeinde: Die Lehrerin knipst den Beamer an, wirft ein Foto an die Wand und fragt: &#8220;Na, Kinder, wer erkennt den Fehler, den MC Klappspaten bei seinem hübschen Graffito gemacht hat?&#8221;

Kichern.
Die coolen Jungs klatschen sich mit High Fives ab, die Mädchen üben sich in Fremdschämen. Nur MC Klappspaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Blackfield &#8211; II</em></p>
<p>Neulich im Deutschunterricht in einer Kreisgemeinde: Die Lehrerin knipst den Beamer an, wirft ein Foto an die Wand und fragt: &#8220;Na, Kinder, wer erkennt den Fehler, den MC Klappspaten bei seinem hübschen Graffito gemacht hat?&#8221;</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-401" title="snopp" src="http://www.jens-eber.de/wp-content/uploads/2010/08/snopp-300x186.jpg" alt="snopp" width="300" height="186" /></p>
<p>Kichern.</p>
<p>Die coolen Jungs klatschen sich mit High Fives ab, die Mädchen üben sich in Fremdschämen. Nur MC Klappspaten denkt sich: &#8220;Ihr Blödbacken!&#8221; Denn nur er weiß, dass er &#8220;Westcost&#8221; natürlich als Kapitalismuskritik angelegt hat, dass &#8220;Snopp&#8221; auf Schwedisch etwas bedeutet, was den Mädchen rote Ohren macht, und in Zusammenhang mit &#8220;Dogg&#8221; auch die Jungs zum Schweigen bringt. MC Klappspaten weiß, dass er den anderen überlegen ist.</p>
<p>Vielleicht isser auch nur eine Handlampe, die gerade mal Muttis güldenes Dekospray gerade halten kann.</p>
<p>Aber die erste Version wäre irgendwie sympathischer.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=400</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kurzurlaub in Wummerland</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=386</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=386#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 18:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Eber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laut hier!]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=386</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Nevermore &#8211; Dead heart in a dead world
Falls sich noch jemand wundert, warum ich tagelang keine Mail beantwortet hab: Ich war dann mal weg, geografisch zwar nicht weit, aus Sicht des Alltags aber denkbar weit. Oder ohne Schwurbel gesagt: Metal-Festival. Bang Your Head. Scream for me, Balingen!
Entgegen aller Klischees gehört zumindest dieses Festival zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Nevermore &#8211; Dead heart in a dead world</em></p>
<div id="attachment_392" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-392" title="luftgitarre" src="http://www.jens-eber.de/wp-content/uploads/2010/07/luftgitarre.JPG" alt="luftgitarre" width="490" height="400" /><p class="wp-caption-text">Im Regen am Samstag... Und nein, das bin nicht ich...</p></div>
<p style="text-align: left;">Falls sich noch jemand wundert, warum ich tagelang keine Mail beantwortet hab: Ich war dann mal weg, geografisch zwar nicht weit, aus Sicht des Alltags aber denkbar weit. Oder ohne Schwurbel gesagt: Metal-Festival. Bang Your Head. Scream for me, Balingen!<span id="more-386"></span></p>
<p style="text-align: left;">Entgegen aller Klischees gehört zumindest dieses Festival zu den friedlichsten Flecken, die man finden kann. Gefährlicher war da schon die Anfahrt: Ein sehr tief fliegendes Fahrrad sauste knapp an uns vorbei und gab Anlass für ein vorgezogenes Geburtstagsbier.</p>
<p style="text-align: left;">Wenig später war die Drei-Löwen-Crew samt steinbockiger Metal-Azubine komplett, der Kofferraum mit Blechwecken gefüllt, ein Parkplatz in Eingangsnähe gebongt. Kaum stand das Auto, lief ein menschlicher Elch vorbei und versuchte, mit einem Brunftrülpsen zu beeindrucken. Die Metal-Azubine widerstand tapfer dem Fluchtreflex.</p>
<p style="text-align: left;">Zu den Bands: GRAND MAGUS waren die ersten, die wir sahen. Guter Sound und so viel Druck, wie ihn aus irgendeinem Grunde nur Trios erzeugen können. Satt. Danach FORBIDDEN. Viel Bewegung gab es auf der Bühne auch dieses Mal nicht, dafür einen stimmlich gut trainierten Russ Anderson und eine gänsehäutige Version von Dios &#8220;Children of the sea&#8221;.  SABATON: Ja, haha, nee. Kann ich mir nicht geben. Von draußen stachen nur die Pyros raus. LOUDNESS verpassten wird beim Spaziergang ums Gelände, aber bei ANVIL waren wir an der Bühne.</p>
<div id="attachment_393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-393 " title="anvil" src="http://www.jens-eber.de/wp-content/uploads/2010/07/anvil.JPG" alt="anvil" width="480" height="338" /><p class="wp-caption-text">Spaß inne Backen: Lips von Anvil</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Tja: so grundsympathisch diese Band ist (seit dieser Doku möchte man die ja ständig knuddeln&#8230;) &#8211; der Misserfolg der letzten 25 Jahre war vielleicht auch nicht sooo unbegründet. Zumindest in Balingen war das Zusammenspiel lausig, und die Stücke sind teils schon arg altbacken arrangiert. Aber die sind halt so nett, so lieb. Allein wie jugendlich-verschmitzt Lips dieses Vibrator-Solo spielt&#8230;</p>
<div id="attachment_394" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-394 " title="oliva" src="http://www.jens-eber.de/wp-content/uploads/2010/07/oliva.JPG" alt="oliva" width="480" height="342" /><p class="wp-caption-text">Mountain-King macht Augenpipi: Jon Oliva.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Danach der Mountain-King: JON OLIVA. Noch besser als letztes Jahr beim Warm-Up. Eine Latte an Savatage-Songs, darunter eine Augenpipi-Fassung von &#8220;Believe&#8221;. Was für eine Nummer. Oliva sieht nicht gesund aus, trotzdem gelingt auch noch ein schönes &#8220;Rainbow in the dark&#8221; (trotz Keyboards vom Band).</p>
<div id="attachment_396" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-396 " title="nass" src="http://www.jens-eber.de/wp-content/uploads/2010/07/nass1.jpg" alt="nass" width="480" height="320" /><p class="wp-caption-text">So eine Abkühlung will schon genau kontrolliert sein...</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Damit war mein Interesse für Tag 1, an dem es durchgehend lässige 30 Grad und nicht mal Alibiwölkchen gab, weitgehend erlahmt. DORO schenkte ich mir, KROKUS war dann doch etwas lahm und HAMMERFALL ist einfach etwas öde.</p>
<p>Tag 2 brachte eine Überraschung. Nein, nicht den Kater. Die Temperatur hatte sich halbiert, dafür fanden alle Regenwolken zielsicher nach Balingen. Und noch eine Überraschung: HADES. Die hatte ich vor locker 15 Jahren vom Schirm verloren. Sie sind aber gut dabei, Tecchio singt selbst hohe Passagen der ersten beiden Alben fehlerfrei, und die alten Schinken klingen verblüffend frisch.</p>
<p>TREAT? 15 Grad, Dauerregen, die Frisur hält. Nicht meine Baustelle. FATES WARNING  war dagegen zum Niederknien. Die Regenjacke war mittlerweile zum Schwamm geworden, die Schuhe zu Booten und ich selber drohte zu ertrinken, denn mir blieb die Klappe offen stehen: auf der Bühne das &#8220;Parallels&#8221;-Lineup, mit dabei vor allem der faszinierende Mark Zonder. Ray Alder sang, als wäre die 21 Jahre, seit ich die Band zuletzt sah, einfach nicht gewesen. Selbst ein zartes Pflänzchen wie &#8220;Nothing left to say&#8221; funktionierte vor einer sehr ergebenen Menge, die im saukalten Regen Textsicherheit bewies. Das Highlight des Wochenendes.</p>
<div id="attachment_397" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-397" title="fateswarning" src="http://www.jens-eber.de/wp-content/uploads/2010/07/fateswarning.JPG" alt="fateswarning" width="450" height="521" /><p class="wp-caption-text">Gänsehaut im Dauerregen: Ray Alder von Fates Warning.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Die QUIREBOYS verpasste ich weitgehend auf der Suche nach trockenen Klamotten, was ich aber noch hörte, klang ganz spaßig. Ein Sänger, der mit einem geräumigen Weinglas von der Bühne schlendert, kann fast nicht schlecht sein&#8230;</p>
<p>Auf NEVERMORE hatte ich mich riesig gefreut, umso größer die Enttäuschung. Der Sound war matschig, Loomis wirkte lustlos und Dane war mutmaßlich so erkältet, dass er die wenigen zu hörenden Töne mächtig herausquetschen musste. Aber wenn auf eines Verlass ist: mitten im Gedränge vor der Bühne traf ich ein paar Gerstetter Metaller. Tradition verpflichtet eben.</p>
<div id="attachment_398" class="wp-caption aligncenter" style="width: 535px"><img class="size-full wp-image-398 " title="nevermore" src="http://www.jens-eber.de/wp-content/uploads/2010/07/nevermore.JPG" alt="nevermore" width="525" height="745" /><p class="wp-caption-text">Erkältet wie Sau: Warrel Dane von Nevermore.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Bei DEW-SCENTED  in der Halle war der Sound ebenfalls eher verwaschen, dafür klang die Band trotzdem ziemlich tight. Ich wollte aber QUEENSRYCHE sehen. Aber tja&#8230; Ich kann es ja keinem Künstler verdenken, wenn er keinen Bock hat, immer Kram zu präsentieren, den er vor 25 Jahren geschrieben hat. Aber kann es sich eine Band wirklich leisten, ein Album wie &#8220;Rage for order&#8221; zu ignorieren? Die erste halbe Stunde war zum Gähnen, danach wurde es etwas spannender. Klarer Sound, alles präzise gespielt, aber die Seele fehlte.</p>
<p>Dann das Finale: TWISTED SISTER. Ganz großes Entertainment. Unbekannte Songs sind bei einer Band, die seit zwei Dekaden nichts Neues geschrieben hat, aber auch nicht zu befürchten. Trotzdem war &#8220;We&#8217;re not gonna take it&#8221; eine Riesenspaß, weil das Publikum so beharrlich weitersang, dass die Band immer wieder drauf einstieg. So eine Nummer in der ersten Häfte des Gigs zu bringen, erfordert Selbstbewusstsein, und tatsächlich kackte die Stimmung danach nicht ab.</p>
<p>Danach war schon Feierabend &#8211; ein letztes Bier und ein erster Gedanke an all die Mails, die mal beantwortet werden sollten. Mach ich bald. Garantiert <img src='http://www.jens-eber.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>PS: die Metal-Azubine schlug sich hervorragend. Elegante Haltung bei der Pommesgabel, verständnisvoll im Umgang mit Metalheads, trinkfest und vor allem geschmackssicher (Fates Warning, Nevermore). Die Verkürzung der Lehrzeit wird vorgeschlagen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=386</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wer wählt wen?</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=377</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=377#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 19:03:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was mit Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=377</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Warrell Dane &#8211; Lucretia, my reflection
So ein Pech. Ich hatte bereits zwei Woche Politikverdruss gebucht und dann das: Echte Spannung nach gefühlten 17 Jahren Langeweile-Koalition.
Okay, Merkel hat sich mit Wulff erst einmal verrechnet. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass sich SPD und Grüne einen Pups um Gauck geschert hätten, hätten sie nicht eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Warrell Dane &#8211; Lucretia, my reflection</em></p>
<p>So ein Pech. Ich hatte bereits zwei Woche Politikverdruss gebucht und dann das: Echte Spannung nach gefühlten 17 Jahren Langeweile-Koalition.</p>
<p>Okay, Merkel hat sich mit Wulff erst einmal verrechnet. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass sich SPD und Grüne einen Pups um Gauck geschert hätten, hätten sie nicht eine Chance gesehen, der Angela den Sommer zu versauen. Der &#8220;Kandidat der Herzen&#8221; entsprang also auch nur politischem Kalkül. Und selbst die &#8220;Abweichler&#8221; und &#8220;Heckenschützen&#8221;, die sich nur ans Grundgesetz gehalten haben, werden wohl eher in Ausnahmefällen aus Gründen der politischen Moral gehandelt haben, sondern aus den gleichen wie SPD und Grüne.</p>
<p>Wie auch immer: Selten hat eine Wahl von so wenig tatsächlicher Bedeutung &#8211; schließlich ist der Bundespräsident eben mit bescheidener Macht beglückt &#8211; erstens so tief in die politische Kultur des Landes und ihre Abgründe blicken lassen  und zweitens für so viel Interesse gesorgt. So gesehen, kann das, was als Debakel für die Regierungskoalition in die Geschichte eingehen wird, zumindest als Belebung des demokratischen Denkens gesehen werden.</p>
<p>Und Schreibfehler hin oder her &#8211; ich hau das Ding jetzt raus, bevor das Ergebnis bekannt gegeben werden. <img src='http://www.jens-eber.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Edit (13 Minuten später): Enthaltungen sind was für Weicheier.</em></p>
<p><em>Edit (nochmal später): Fehler etwas begradigt, ging ja auf keine Kuhhaut.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=377</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was ist Grundversorgung?</title>
		<link>http://www.jens-eber.de/?p=348</link>
		<comments>http://www.jens-eber.de/?p=348#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 20:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Eber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was mit Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jens-eber.de/?p=348</guid>
		<description><![CDATA[Soundtrack: Rise Against &#8211; Appeal to Reason
Das Bürokratendeutsch &#8211; stets bemüht um Klarheit ohne Deutungsspielraum &#8211; hat sicherlich schon konkretere Wörter hervor gebracht, aber eigentlich ist mit dem Wort &#8220;Grundversorgung&#8221; alles gesagt. Um Grundversorgung geht es nämlich angeblich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Lasse ich das Wort mal eine Weile durch mein Hirn kullern, fallen mir Themen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soundtrack: Rise Against &#8211; Appeal to Reason</em></p>
<p>Das Bürokratendeutsch &#8211; stets bemüht um Klarheit ohne Deutungsspielraum &#8211; hat sicherlich schon konkretere Wörter hervor gebracht, aber eigentlich ist mit dem Wort &#8220;Grundversorgung&#8221; alles gesagt. Um Grundversorgung geht es nämlich angeblich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Lasse ich das Wort mal eine Weile durch mein Hirn kullern, fallen mir Themen ein wie: Einmarsch der Russen, gebrochene Deiche, Ergebnis der Bundestagswahl, plötzlich ausgebrochener Weltfrieden. Für solche Dinge brauche ich eine Grundversorgung mit Rundfunk.<span id="more-348"></span></p>
<p>Und was haben wir? Florian Silbereisen, Johannes B. Kerner, Thomas Gottschalk. Die Rundumversorgung für die Hirnschmelze. Zu viele Landesanstaltern und Nischensender, zu viele Radioprogramme mit zu viel zu flacher Unterhaltung.</p>
<p>Das war mir die letzten Jahre sehr wurscht, weil (Kurzfassung): keine Glotze, keine Gebühr, viele GEZ-Briefe.</p>
<p>Jetzt kommt die Zwangssteuer zur Finanzierung eines aufgeblähten Apparates, der &#8211; kann mir mal jemand den Schaum vom Mund wischen? Danke! &#8211; immer wieder von Politikern instrumentalisiert wird, frei nach dem Motto: Viele Kochs verderben das Programm.</p>
<p>Ginge es um eine Grundversorgung mit wichtigen Nachrichten und ein wenig Bildung (und meinetwegen auch etwas Kultur) , könnten wir gerne über Grundversorgung reden. Blöderweise wird genau diese Versorgung immer weiter ausgehöhlt, biedere Unterhaltung und andere teuer produzierte B-Ware macht sich breit &#8211; und wer einmal fassungslos den großspurigen Aufwand beobachtet hat, der betrieben wird, um einen 90-Sekunden-Beitrag für ein Regionalprogramm zu drehen, wird sich nie mehr fragen, wohin denn jedes Jahr die vielen Milliarden ein Rundfunkgebühren schwappen.</p>
<p>Bislang hatte man hier als Rundfunkteilnehmer die Wahlfreiheit: Wer sich den Blödsinn nicht antun wollte, konnte seinen Fernseher abschaffen (beim Radio wirds da zuegegebenermaßen etwas schwierig&#8230;) und konnte sich gegen einigen Widerstand aus der &#8220;GEZ-Mitgliedschaft&#8221; verabschieden. Die beschlossene Gebührenreform macht die Rundfunkgebühr zu einer Zwangssteuer, und beraubt die Anstalten des Staatsrundfunks vielleicht ihrer letzten Motivation, noch irgendwelchen Ansprüchen zu genügen. Wo das Geld automatisch fließt, muss sich ja niemand mehr anstrengen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jens-eber.de/?feed=rss2&amp;p=348</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
