Beitrags-Archiv für die Kategory 'Gaga'

Rutschgefahr durch Kellergeister

Freitag, 13. August 2010 19:17

Soundtrack: Cannibal Corpse – Bloodthirst

Dieser August ist irgendwie – zu feucht. Nicht nur dass die Tomatenstauden im Garten still ersaufen und die eigene Blässe schon wieder auf Dezember-Niveau ist. Auch den Tieren und Tierlein im Garten scheint es in der Nässe nicht mehr zu behagen. Kürzlich tauchte eine erste Schnecke im Keller auf (was natürlich auch kein Gutes Licht auf die Schließfähigkeit der Kellertür wirft). Dann schneckte noch eine über den Glattstrich.

Heute Morgen waren es dann drei. Denen scheint es draußen schlicht zu nass zu sein. Keine Ahnung, wie viele das noch werden. Können Schnecken im Regen ertrinken? Ich weiß es nicht, aber ich gehe im Dunkeln jetzt nicht mehr barfuß in den Keller.

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Paranoia des Tages (2)

Mittwoch, 4. August 2010 15:51

Soundtrack: Katatonia – Tonight’s Decision

Es ist Zeit für ein Geständnis: Ich bin Steuerzahler.

Ich leiste mir keinen Berater, der mich arm rechnen könnte, und mein Vermögen heimlich ins Ausland umzusiedeln, würde kaum die Fahrt mit dem maßvoll gefüllten Geldkoffer lohnen.

Ich finde es ja eigentlich auch nicht so schlimm, Steuern zu zahlen. Davon werden schließlich so tolle Dinge bezahlt wie Bundeswehreinsätze, Bundeskanzlerinnen und Außenministerauslandsreisen.

Also tippe ich regelmäßig brav viele Zahlen in eine Software, die mir hinterher sagt, wieviel Steuern ich zu zahlen habe. Das Programm sagt, dieses Jahr sei es eine ganze Menge, was an sich ja erfreulich ist. Das habe ich so auch längst dem Finanzamt gemeldet, das sich in den letzten Jahren meist grausam zuverlässig an die von mir ausgelösten Berechnungen hielt.

Aber: es herrscht Funkstille. Seit zehn Wochen weder Lebenszeichen noch Steuerbescheid. Die Paranoia erkennt darin natürlich Methode: Man vermutet hinter meiner naiven Ehrlichkeit verbrecherische Verschlagenheit. Sicher fährt längst auf jeder dienstlichen Strecke ein Steuerfahnder hinter mir, der die Fahrtstrecken nachmisst. Sicher werden meine Mails gescannt, ob ich irgendwo mal gut versteckte Millionen erwähne. Sicher sitzt am Nebentisch im Restaurant einer, der sich kaum vorstellen mag, dass mit dieser Schreiberei auch noch ein Nachtisch zu verdienen ist. Sorgen über Sorgen. Ich will jetzt meinen Steuerbescheid.

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Paranoia des Tages (1)

Sonntag, 20. Juni 2010 9:48

Soundtrack: 13 & God – s/t

Diese kleinen Anflüge von Paranoia im Alltag sind etwas sehr Hübsches. Und hübsche Dinge sollte man teilen. In einer losen Folge will ich an dieser Stelle genau das tun.

Heute: Prinz Guttenberg.

Die wollen uns doch verarschen. Ich meine, hallo?!? Wer gestern und heute die Bilder von der schwedischen Prinzessinnenhochzeit angeguckt hat, weiß was ich meine: Das Mädel hat nicht irgendeinen Fitnesstrainer geheiratet, wie man uns glauben machen will, sondern unseren Verteidigungsminister von, zu, drunter und drüber Guttenberg. Die Brille! Die Frisur! Das gewinnende Lächeln. Das ist ja wohl eindeutig!

Die Reihenfolge wäre nicht unlogisch: Raus aus dem fränkisch Schloss und über einen Zwischenstopp in Berlin rein ins schwedische Schloss, vom Freiherr zum Prinzen. Der Kritik der Medien (vgl. Köhler Horst) entgeht er damit und wird zum umschmachteten Liebling der frei erfundenen Hausfrauenmagazine. Aktuelle umgangssprachlich-bewaffnete Konflikte sind in Schweden auch nicht bekannt.

Doch wer wird nun Verteidigungsminister? Rüttgers hätte Zeit, Köhler auch. Wulff lässt sich zwar zur Bundesmarionette wählen, danach aber könnte Super-Gauck als Zeichen der Versöhnung zum Bundesverteidigungsprinzen gekrönt werden…

Alles paranoider Schafscheiß? Das werden wir schon noch sehen!

Thema: Gaga | Kommentare (0) | Autor: Jens Eber

Hab da mal ne Frage

Montag, 14. Juni 2010 20:12

Soundtrack: Tröööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööt!

So, nachdem ich jetzt irgendwo noch einen halben Meter Bandbreite gefunden habe, lasse ich nebenher Vuvuvußball laufen. Nicht, dass ich davon auch nur das Geringste verstehen würde. Aber man will ja auch dem Laufenden bleiben, was die Mitmenschen beim Biertrinken so bewegt. Dabei habe ich jetzt einige Fragen:

1. Warum zeigt man fast keine Menschen im Stadion? Sind da gar keine?  Und…

2. …wer macht dann die ganze Zeit “Trööööööt!”?

3. Warum klingt eine Vuvuzela, als würde mein Nachbar seine Fensterläden mit dem Schwingschleifer (vulgo Schwabblscheib’) bearbeiten?

4. Ist Jürgen Klinsmann erkältet? Der klingt wie Ulla Schmidt auf Schwäbisch…

5. Wer war gestern Abend dieser Langweiler neben der Reichsparteitagssprecherin?

6. Konnten Italiener nicht früher mal Fußball spielen?

7. Wer hat Bonfire aus der Zelle gelassen?

Für Hinweise die zur Begreifung des Sachverhalts führen, ist eine Belohnung von einem leer geschriebenen Kuli ausgesetzt.

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Bewerbung um eine Stelle als Bundespräsident

Mittwoch, 2. Juni 2010 21:05

Soundtrack: Jesu – Conqueror

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Bundesversammlung,

wie ich der Presse entnommen habe, ist Ihnen Ihr bisheriger Mitarbeiter auf dem Posten des Bundespräsidenten abhanden gekommen. Ich möchte mich deshalb auf diesem Wege für diese Stelle bewerben. Ich versichere Ihnen, vollumfänglich für dieses Amt geeignet zu sein, was ich Ihnen im Folgenden anhand einiger weniger Beispiele verdeutlichen möchte:

-Ich habe insgesamt 73 Freunde bei Facebook, ich bin also gesellschaftlich verankert.

-Ich bin gegen Internetsperren. Daher würde ich Ihnen keinen solchen Ärger einbrocken wie die Frau von der Lein. (Außerdem ist die eben eine Frau, und gleich zwei Frauen “ganz oben” gäbe bestimmt Gemurre)

-Ich stamme aus der Arbeiterschicht (Schwielen kann ich auf Nachfrage vorzeigen), sie könnten mich daher als gelungenes Beispiel für die Durchlässigkeit der Gesellschaft von unten nach oben vermarkten (die von der Zeitung mögen sowas ja).

-Ich habe keinen Schulabschluss und kein Studium (vgl. Josef Fischer), habe aber auch nie Straßenschlachten besucht, weil es die bei uns in der Provinz so selten gab.

-Ich wäre bereit, mich etwa ein bis zwei Mal im Monat von der Presse oder in Online-Foren beschimpfen zu lassen. Ich glaube, das würde ich schon mal fünf Jahre aushalten.

-Ich bin nicht verheiratet, habe keine Kinder und bin gewissermaßen ein Arbeitsnomade. Ich gehöre also einer wachsenden Gruppe an, die Ihre Partei bisher nicht verstanden hat (>> Wählerpotenzial).

-Ich würde alle Gesetze, die die Regierung schreibt, natürlich unterschreiben, weil das ist ja unhöflich, das einfach nicht zu tun.

Was die Entlohnng angeht, wäre ich mit dem Gehalt meines Vorgängers zufrieden. Auf einen Aufschlag würde ich mit Blick auf die angespannte Haushaltslage verzichten. Ich gehe allerdings davon aus, dass für Wohnräume im Schloss Bullerbü keine weiteren Kosten anfallen. Teilen Sie mir jedoch bitte im Zweifelsfall die Warmmiete mit. Ein mittelgroßer Hund (stubenrein) wäre dort sicher kein Problem, oder? Sieben Kinder würden dem Parkett sicher mehr zusetzen.

Sollten Sie sich am 30. Juni für mich entscheiden, könnte ich meine Stelle sofort antreten. Bis dahin müsste ich allerdings noch meinen Reisepass verlängern lassen.

Rückfragen Ihrerseits werde ich natürlich gerne beantworten und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Edit (3. Juni, 19.45 Uhr): Wulff? Pffff….

Thema: Gaga | Kommentare (1) | Autor: Jens Eber

Binde/Strich

Sonntag, 30. Mai 2010 15:27

Soundtrack: Dredg – The Pariah the Parrot, the Delusion

Zur wohl wichtigsten Nachricht des laufenden Jahres hat sich spontan auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Wort gemeldet. Sie gratulierte Kevin-Prince Boateng zu seinem “Super-Erfolg”. “Kevin-Prince hat mich mit seiner Natürlichkeit und Herzlichkeit sehr beeindruckt”, sagte Merkel weiter. Boateng sei ein wunderbarer Ausdruck des jungen Deutschlands.

Wie? Ach so, ich höre gerade, es ging bei Merkels Einwurf (hrhr) um Lena Müller-Odenthal.Verzeihung, man kann ja mal durcheinander geraten bei all den Bedeutsamkeiten, zu denen sich Merkel äußert.

Tja, Lena Meyer-Landflucht… Zwar wünscht mancher ihren Song bereits auf eine satellitenähnliche Umlaufbahn, doch gehen Experten auch davon aus, dass sich im Zuge der anstehenden Lenaisiering Deutschlands eine Renaissance des Doppelnamens  einstellen wird. Einst Stigma entscheidungspanischer Akademikerinnen und längst Spottmagnet an den Stamm-Tischen (”Bindestrich-Futtel”) stehe der Doppelname vor einer tiefgreifenden Neubewertung.

Frauenexpertin Alice Schwarzer-Immerda erklärte, der Doppelname könne nun endlich wieder als das signifikante Zeichen dafür wahrgenommen werden, dass Frauen Männer an sich binden, und nicht anders herum. Das sei der wohl wichtigste Erfolg von Lena Oslo-Überalles. Außenminister Guido-Wester-Welle erklärte in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, seine Namensänderung sei als Zeichen der Sympathie zu verstehen. Jeden Gedanken an hemmungslosen Populismus wies er von sich. Bundeskanzlerin Angela Baldige-Neuwahl betonte hingegen, der Doppelname sei ein wunderbarer Ausdruck des jungen Deutschlands. Er habe sie in seiner Natürlichkeit und Herzlichkeit sehr beeindruckt.

Thema: Gaga | Kommentare (0) | Autor: Jens Eber

Coole Sau

Donnerstag, 6. Mai 2010 18:53

Soundtrack: Secrets Of The Moon – Privilegium

Lange nicht hier gewesen, ich geb’s zu. Hatte Besseres zu tun. Nämlich nix, ha! In nächster Zeit bin ich aber wieder hier zugegen, versprochen. Oder angedroht.

Hier jedenfalls mal ein Schlaglicht auf den coolsten Hund dieser Zeit. Geht’s noch tougher?

barney

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Die Wahrheit über Area 51

Sonntag, 21. März 2010 12:49

Soundtrack: Hypocrisy – Roswell 47

Wir haben alle Kosten und Mühen gescheut, um endlich das Geheimnis aufzudecken, das sich hinter Area 51 verbirgt. Seht selbst: [...]

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Google-Sauereien

Freitag, 19. März 2010 23:28

Soundtrack: Chardonnay – Domaine Coulon

Die Sache ist ja ganz einfach: Wer Eber heißt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er es mit Schweinkram zu tun bekommt.

Vor gut einem Monat hatte ich hier unter subtilem Vorwand das unauffällige und gänzlich unvorbelastete Wörtchen SEX gestreut. Natürlich hegte ich die Hoffnung, dass Google anbeißen und mich allen Hormonopfern, die gerade noch drei Buchstaben in die Suchmaske zittern können, an gut platzierter Stelle empfehlen würde. Den Millarden Besuchern wären die Augen übergegangen… [...]

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Häufchen machen

Sonntag, 7. März 2010 21:02

Soundtrack: While Heaven Wept – Vast Oceans Lachrymose

Ich habe neulich von meiner Ordnungsliebe berichtet. Darüber kursieren unterschiedliche Ansichten. Manch einer hält mich für einen Praktiker des Chaos. Andere schlicht für einen Schlamper. Sie irren. [...]

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